Säugetiere

Was sind eigentlich Säugetiere?

Allgemein


Die Säugetiere werden zoologisch der Klasse der Mammalia zugeordnet. Säugetiere kommen in der ganzen Welt vor, wobei man Land-, Flug- und Wassersäuger unterscheidet. Die Klasse umfaßt drei Unterklassen: Eierleger, Beutelsäuger und Höhere Säugetiere. Es gibt ungefähr 5000 Säugetierarten, was noch nicht einmal ein halbes Prozent aller Tierarten ausmacht. Säugetiere werden von wenigen Zentimetern bis über 30 Meter groß.


Merkmale


Säugetiere sind eigenwarme Tiere, die meist Haare besitzen. Die Weibchen verfügen über Milchdrüsen, mit deren Milch sie die Jungen ernähren. An Finger- und Fußenden befinden sich Nägel, Krallen oder ähnliche Gebilde. Der Schädel ist fest und starr. Die Säuger haben meist sieben Halswirbel und von dne Brustwirbeln gehen Rippen aus. Das Gebiß besteht aus Schneide-, Eck- und Backenzähnen mit einmaligem Zahnwechsel. Alle Tiere haben ein ausgeprägtes Verdauungssystem. Die Säuger sind Lungenatmer. Die Bauchhöhle ist von der Brusthöhle durch das Zwerchfell getrennt. Das Herz besteht immer aus zwei Vor- und zwei Hauptkammern. Die Sinnesorgane sind stark entwickelt und je nach Tiergruppe unterschiedlich ausgeprägt. Die Säugetiere sind, bis auf die Kloakentiere, lebendgebärend.


Entwicklungsgeschichte


Die ersten Säugetiere gab es vor 200 Millionen Jahren. Dies war aber gerade die Blütezeit der Reptilienentwicklung und der Dinosaurier, so daß wohl nur Kleinsäuger bestanden. Erst mit dem Aussterben der Dinosaurier im Tertiär begann die starke Entwicklungszeit der Säugetiere, die auf Grund ihrer hervorragenden Anpassungsfähigkeit alle Lebensräume zu Luft, Wasser und Land erobern konnten. Das heutige Spektum der Entwicklungsstufen der Säugetiere reicht vom Eierleger, der noch Ähnlichkeiten mit den Säugetiervorfahren, den Reptilien, zeigt bis zu den hochentwickelten Herrentieren, zu denen auch der Mensch zählt.